Tag und Nacht der langen Züge

Bereits im Vorfeld wurde die örtliche Presse über unser Event informiert. Und so kam es, dass einige Medien diese Infos auch verbreitet hatten. Da gibt es den offiziellen Veranstaltungskalender der Stadt Leverkusen, den Stadtanzeiger als Printmedium und "Radio Leverkusen" als lokales Radioprogramm.

Letzterer berichtete am Freitag, früh morgens über unser Treffen. Leider hat es von uns niemand mitgehört, da die meisten noch am schlafen waren. Doch es gab tatsächlich den einen oder anderen Besucher an den beiden Tagen, der auf Nachfrage erzählte, dass er den Beitrag im Radio gehört hatte und dadurch auf das Treffen aufmerksam wurde. 

Dabei ging das Wochenende für das Orga-Team bereits am Freitag Mittag mit dem Aufbau los. Tische mussten aufgestellt und Gleise verlegt werden. Und vor allem musste die Technik ans Laufen gebracht werden. Die erste Lok fuhr nach rund vier Stunden, aber es dauerte noch den ganzen Nachmittag und teilweise den Abend bis in die Nacht hinein, um auch die hartnäckigsten Fehler auszumerzen. 

Die Anlage wurde über Nacht nicht alleine gelassen, sondern Mitglieder des Stammtisches übernachteten in dem Saal unter der Kirche, der ansonsten sehr ruhig und völlig uneinsehbar am Rande des großen städtischen Oulu-Parks liegt. Vermutlich war dies auch eine gute Idee, da in der Nacht Geräusche an einer der Außentüren zu hören waren. 

Bis zur offiziellen Öffnungszeit um 10 Uhr war die Anlage am Samstag wieder in Betrieb. Und als die ersten Besucher eintrafen, waren auch bereits wieder einige Züge unterwegs. 

Apropos Besucher, wir haben nicht mitgezählt, aber Schätzungen belaufen sich auf rund 30 Personen, die sich unseren Aufbau an dem Wochenende anschauten. Vor allem waren viele andere Modellbahner darunter, die wir so kennenlernen durften, so dass sich direkt ein toller Erfahrungsaustausch entwickelte. 

Den größten Andrang gab es dann am Nachmittag. Zum Abend hin lichteten sich die Reihen der Zuschauer und auch die meisten Stammtischler machten sich wieder auf den Rückweg ins Oberbergische. Aber eine Handvoll Unverzagter hielt die Anlage am Laufen. Schließlich sollte es ja auch noch die "Nacht der langen Züge" werden. 

Im Saal wurden die Lichter gedämpft. Hierdurch kamen nun die vielen Innenbeleuchtungen in den Personenwagen gut zur Geltung. Irgendwann waren aber auch die letzten Modellbahner müde genug, um nach Hause zu fahren bzw. sich wieder im Saal zum Schlafen zu legen. 

Am Sonntag gab es dann neben vielen weiteren Besuchern vor allem einen deutlich erhöhten Kaffeeverbrauch. Bis zum Nachmittag wurde noch gefahren. Dann gingen der Abbau der Anlage und das Aufräumen los. Es zeigte sich mal wieder, dass der Abbau immer viel schneller geht, als der Aufbau und gegen 18 Uhr konnte der Saal wieder abgeschlossen werden. 

Das war wirklich ein ganz besonderes Wochenende und die Zeit verging wie im Flug. Es hat viel Spaß gemacht, und wir konnten uns untereinander, aber auch viele ganz neue Modellbahner kennenlernen. Das schreit nach einer Neuauflage im nächsten Jahr.